Hiltpoltstein - Matthäuskirche
Hinterer Berg 1
Öffnungszeiten
Montag bis Samstag: 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Sonntag Gottesdienst um 9.30 Uhr - im Anschluss geöffnet bis 18.00 Uhr
Zur Kirche
Auf dem gleichen Felsenriff errichtet wie die Hiltpoltsteiner Burg, überragt die Matthäuskirche den Ort. Tritt man vor die Kirchentüre, so schaut man hinab auf Dächer, Bäume, die Bundesstraße 2 - am Ortsrand Kirschgärten, Felder, Wiesen, begrenzt von waldbedeckten Höhen. Aus den Pfarrbüchern geht hervor, dass der Ort bis 1527 zur Pfarrei Kappel gehörte. In Hiltpoltstein gab es nur eine kleine Kapelle neben der Burg. Dieser Vorgängerbau der Matthäuskirche war sehr niedrig, mit einer flachen Bretterdecke. 1527 begann man, diese Schloßkapelle als Dorfkirche zu nutzen. Die Reformation wurde in Hiltpoltstein zeitgleich mit Nürnberg eingeführt. Luthers Freund Martin Glaser, der erste evangelische Pfarrer in Hiltpoltstein, predigte 1527 zum ersten Mal in der Burgkapelle, während in Kappel sein katholischer Kollege noch Gottesdienst hielt. Als die Gottesdienstbesucher in Kappel fast ganz ausblieben, verließ dieser Hiltpoltstein. Hiltpoltstein war seit 1503 Nürnberger Pflegamt, und die Pfleger der Stadt, reiche Patrizier, sorgten in der Folgezeit mit großzügigen Stiftungen für die Erweiterung und Ausstattung der Kirche.
Als 1612/13 die Agathenkapelle in Kappel einstürzte, ließen die Pfleger die beiden Glocken nach Hiltpoltstein bringen. Die kleine (um, 1350) - heute noch in Gebrauch befindliche - Glocke gehört heute zu den ältesten erhaltenen Glocken in Bayern.
Durch vier Baumaßnahmen bekam die Matthäuskirche ihre heutige Gestalt und Größe: 1617-1626, 1680/77, 1699-1706 und 1754, dazwischen lagen kleinere Renovierungsarbeiten und die Behebung der Schäden aus dem 30-jährigen Krieg.
Besondere Ausstattung erfuhr die Kirche durch den evangelischen Beichtstuhl (um 1700), das achtseitige Taufbecken mit Muschelrelief (um 1626), das Kruzifix (Ostwand über der Kanzel). Der Corpus (um 1400) mit erneuerten Kreuzesbalken versehen und einem immerwährenden Gebet des Gerichtsschreibers und Stifters Christoph Gottfried Hirschdörfer. Ebenso der Passionsaltar, der durch die Pfleger aus dem Nürnberger Dominikanerkloster in den Ort gebracht wurde. Der Altar, geschaffen vom „Meister des Hiltpoltsteiner Altars“ ist in seiner Art der Darstellung einzigartig. (Erläuterungen und Deutung dieses „sprechenden Altars“ finden Sie im Kirchenführer. Kirchenführer liegen auf. – Um einen Unkostenbeitrag von 2,50 Euro wird gebeten.)
Die Kirchengemeinde umfasst heute ca. 1200 Christen und weist ein lebendiges Gemeindeleben auf. (vgl.: www.dekanat-graefenberg.de/hiltpoltstein).
Wir freuen uns, wenn Sie unsere Kirche zum Verweilen und zum Gebet nutzen wollen.
Gerne wird auch durch die Kirche geführt. Dazu können Sie sich an Fr. Guthmann wenden (Tel. 09192/8662).
Kontakt
Pfarramt Hiltpoltstein
Hinterer Berg 1
Pfarrehepaar Cornelia und Mark Meinhard
91355 Hiltpoltstein
Tel. 09192/8555
Das Pfarrbüro ist am Die. und am Fr. von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr besetzt.
mail: Pfarramt.Hiltpoltstein@elkb.de
web: http://www.dekanat-graefenberg.de/hiltpoltstein
